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Eva-Maria Erler
8. Dez. 2021 (09:11) 
Riesige Aschewolken, eine ständige Rauchsäule über dem Cumbre Vieja und die dauerhafte Unsicherheit, wie sich der Vulkan wohl als nächstes verhält: Das ist für die Einwohner auf La Palma längst Normalität geworden. Doch wie steht es um die Luftqualität? Wie gefährdet sind die Menschen vor den giftigen – aber unsichtbaren – Stoffen in der Luft?

Um genaue Erkenntnisse zu gewinnen, unterstützt die Palas GmbH aus Karlsruhe nun die spanischen Behörden auf der Kanareninsel La Palma dabei, die Luftqualität an verschiedenen Messpunkten zu überwachen. Dafür hat der Experte für Aerosoltechnologie kurzfristig und unkompliziert neun seiner neuesten Geräte auf La Palma bereitgestellt.

Am 15. November machten sich vier Palas-Mitarbeiter, darunter auch CEO Dr. Maximilian Weiß, auf den Weg nach La Palma. Auf La Palma angekommen, macht die Insel erst einmal einen sehr friedlichen Eindruck. In zwei Tagen reisen die Palas-Mitarbeiter an neun Stationen, klettern auf Hausdächer und Garagen, installieren ein Gerät in einer Schule und eines in einen mobilen Messbus ganz in der Nähe des Vulkans.

„Die Installation verlief reibungslos - Plug & Measure quasi: Anschließen, anschalten und mit wenigen Klicks waren die Geräte im Netzwerk der My-Atmosphere-Datenplattform sichtbar“, erklärt Ann-Kathrin Goßmann. „Das größte Problem vor Ort war es, auf die Dächer zu kommen, wo die Geräte angebracht wurden und ein kurzzeitiger Mangel an Verlängerungskabeln.“

Anschließen, anschalten, fertig

Um die neun Geräte anzuschließen benötigten das Palas-Team keine 48 Stunden, obwohl sie dafür einmal um die ganze Insel fahren mussten, um ein Luftqualitäts-Messnetz aufzubauen. Im Schnitt dauerte die Montage am jeweiligen Aufstellort weniger als zwei Stunden – die Verknüpfung in die Cloud nur wenige Minuten. Die Messdaten werden auf die Datenplattform MyAtmosphere übertragen, auf der dann ein umfassendes Lagebild dargestellt wird. Die Behörden vor Ort sind so in der Lage, die Situation besser einzuschätzen und entsprechend zu reagieren. Dabei gibt es viele Einflussfaktoren auf die Luftqualität, wie etwa die Windrichtung. Daher muss das neue Messnetz die gesamte Insel und nicht nur die unmittelbare Umgebung des Cumbre Vieja umspannen.

Was erhoffen sich die Behörden nun von den Messdaten?

Maximilian Weiß: „Es geht nicht darum, alle Bewohner zu evakuieren. Es geht darum, dass wir bzw. die Behörden vor Ort, durch die Messungen besser einschätzen können, wo die Luftbelastung so hoch ist, dass man sich dort nicht mehr aufhalten darf. Die Insel ist von der Topografie aus sehr komplex: Es gibt mit Sicherheit Orte, an denen die Luftqualität sehr gut ist, aber im westlichen Teil der Insel gibt es auch die extreme Belastung durch den Vulkan und dort besteht tatsächlich die Gefahr, dass die Sperrzone ausgeweitet werden muss.“

Abreise und weitere Schritte

Nun überwacht Palas das Ganze von Karlsruhe aus und steht mit den Behörden weiterhin in Kontakt, um sie hinsichtlich der Messdaten weiter zu beraten.

Aber wie ist denn nun die Luftqualität auf der Insel? Dr. Weiß: „Tatsächlich sind die Messdaten nicht mehr so schlimm, wie sie zu Beginn des Ausbruchs waren. Doch gibt es immer wieder Spitzen, in denen die Belastung über den empfohlenen Grenzwert geht. Dann gilt es kurzzeitig zu reagieren, wie es die Behörden ja bereits machen mit zeitweisen Ausgangssperren. Das gilt es weiter zu beobachten und zu hoffen, dass der Vulkan seine Aktivität bald einstellt.“

Über MyAtmosphere

MyAtmosphere wurde von Palas entwickelt ist ein modernes Umweltmesssystem für Smart Cities und große Areale wie Industrieanlagen oder Baustellen. Über die cloudbasierten Datenplattform können die Palas-Messgeräte einfach und flexibel zu einem Messnetz verbunden sowie die gesammelten Daten verwaltet und analysiert werden. Unabhängig davon, in welchem Gebiet die Luftqualität gemessen und beobachtet werden soll: Über die Datenplattform sehen die Anwender aktuelle und präzise Messergebnisse, die in Echtzeit aufbereitet und visualisiert werden. Damit lassen sich einfach, schnell und ohne jeden Aufwand die notwendigen Maßnahmen ableiten. Genau das benötigen die Behörden auf La Palma.

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