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Aktuell erreichen uns viele Anfragen aufgrund des ausgestrahlten Beitrags „Minderwertige FFP-2-Masken“ in der ZDF-Sendung „WISO – Das Magazin für Wirtschaft & Verbraucher“ am 26.10.2020. Hierzu möchte ich als CEO der Palas GmbH Stellung beziehen:


Die Palas GmbH mit Sitz in Karlsruhe hat mehr als 35 Jahre Erfahrung in der Generierung und dem Messen von Aerosolen sowie bei der Prüfung von Filtern. Den Test für WISO haben wir mit unserem hochpräzisen Schutzmaskenprüfgerät PMFT 1000 M durchgeführt. Die Bundesregierung hat bereits im Frühjahr reagiert und einige dieser Prüfstände gekauft und nach China verschifft, um die Qualität von Masken vor dem Export nach Deutschland vor Ort überprüfen zu können.

Seit Anfang des Jahres bieten wir auch Herstellern, Importeuren oder Händlern von Schutzmasken an, Messungen zur Qualitätssicherung und Produktverbesserung in unserem Hause durchzuführen. Zahlreiche Prüfinstitute, Behörden und Hersteller von Masken haben bereits unsere Testsysteme gekauft.

Was die Ergebnisse der Tests für die WISO-Redaktion betrifft, können wir Ihnen leider keine Auskünfte über Hersteller und Herkunft der Masken geben. Wir haben diese von der Redaktion anonymisiert zur Verfügung gestellt bekommen und dürfen auch aus Datenschutzgründen keine näheren Informationen hierzu nach außen geben.

Wie im Beitrag erwähnt, gibt es aber durchaus Dinge, die Sie beim Kauf von FFP2-Masken beachten sollten. Wir möchten Ihnen daher dringend nahelegen:

  1. Bevorzugen Sie bei der Auswahl den Kauf von Schutzmasken deutscher Hersteller. Diese nehmen die Qualitätssicherung sehr ernst und liefern gute Qualität.
  2. Achten Sie bei einer FFP2-Maske auf eine vollständige und korrekte CE-Kennzeichnung.
  3. Um zu überprüfen, dass die Kennzeichnung keine Fälschung ist, können Sie die CE-Nummer auf dieser Seite der EU-Kommission eingeben und sich die Prüfung beim genannten Prüfinstitut bestätigen lassen.

Seitdem wir Maskentests als Dienstleistung anbieten, haben wir weit mehr als tausend Messungen durchgeführt. Unsere Testresultate decken sich leider mit denen für die WISO-Redaktion. Zahlreiche FFP2-Masken sind qualitativ unzureichend und es gibt vereinzelt Masken mit extrem schlechter Qualität.

Eine zusätzliche Problematik der FFP2-Masken sind zudem die kleinen Partikelgrößen der ausgeatmeten Aerosole. Diese sind kleiner als die relevante Partikelgröße bei der Prüfung nach Norm. Der Schutz von FFP2-Masken gegenüber direkt exhalierten Viruspartikeln ist daher nochmals schlechter als die Messung nach Norm wiedergibt. FFP2-Masken sind eigentlich für gröbere Staubpartikel ausgelegt und nicht für kleinste Aerosole. Kleine Viruspartikel durchdringen die Masken nochmals wesentlich leichter, mit einer Penetration von weit mehr als 6%. Leider wundert es uns daher überhaupt nicht, dass sich so viel Personal im Gesundheitswesen trotz des Einsatzes von FFP2-Masken infiziert hat.

Im Gesundheitswesen, bei der intensivmedizinischen Pflege von erkrankten Personen, empfehlen wir daher den Einsatz von Vollschutzmasken nach EN143.

Den WISO-Beitrag vom 26.10.2020 finden sie hier: https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/minderwertige-ffp2-masken-auf-dem-markt-100.html

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