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M.A. Linda Münnig
13. Dez. 2017 (12:00) 
Wir danken für die erfolgreiche Zusammenarbeit in diesem Jahr und hoffen, Sie auf altbekannten und neuen Wegen im Jahr 2018 begleiten zu dürfen. Wir wünschen Ihnen eine erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!

Liebe Leserin, lieber Leser,

LM_MW_seed and grow award 2013.jpg mit unseren ­Fidas® Feinstaubmessgeräten ist uns eine Produktentwicklung gelungen, die der Palas® GmbH einen gewaltigen Schub nach vorne gegeben hat.
Die Fidas® Geräte werden heute in vielen Ländern Europas, Asiens als auch in Amerika in staatlichen Umweltmessnetzen für Feinstaubmessungen eingesetzt. Der jüngste große Auftrag für 44 Geräte erreichte uns aus Irland.

Vor einigen Jahren waren wir glücklich und zufrieden, wenn wir im Jahr 20 bis 30 unserer welas® Aerosolspektrometer verkaufen konnten. Beim Fidas® liegen wir jetzt bei jährlich rund 300 Geräten. Voraussetzung für diesen Erfolg war natürlich die Zertifizierung und damit die Zulassung für regulatorische Messungen. In der Praxis konnten wir auch nachweisen, dass die in der Norm geforderte sehr hohe Verfügbarkeit von den Fidas® Geräten auch tatsächlich eingehalten wird. Auch dies überzeugt unsere Kunden.

Wir mussten auch lernen, das rapide Wachstum zu managen. Die Produktionsflächen wurden mehr als verdoppelt und viele neue Mitarbeiter eingestellt. Produktionsprozesse wurden neu aufgestellt. Jetzt sind wir dabei, diese Prozesse zu optimieren.

Um die Zukunft des Unternehmens zu sichern, haben wir jetzt auch einen Beirat mit Experten aus den Bereichen Steuern, Marketing und Vertrieb sowie Qualitätsmanagement installiert. Der Beirat, in dem auch die Töchter von Unternehmensgründer Leander Mölter vertreten sind, berät die Geschäftsführung.


Ihre

Palas® Geschäftsführung
Leander Mölter und Dr.-Ing. Maximilian Weiß
M.A. Linda Münnig
13. Dez. 2017 (10:15) 
Messkampagne in der Arktis mit KIT-Forscher beim Pallas Cloud Experiment
„Warum regnet oder schneit es aus der Wolke heraus und warum fällt sie nicht als Ganzes vom Himmel?“ Fragen wie diese beschäftigen den Physiker Dr. Ottmar Möhler, der am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Institut für Meteorologie und Klimaforschung in der Abteilung Atmosphärische Aerosolforschung arbeitet. Dort leitet Dr. Möhler die Gruppe „Aerosol-Wolken-Prozesse“. Wolken sind ein wesentlicher Bestandteil des Wettergeschehens und die Forschung in diesem Fachgebiet ist im Zusammenhang mit der Klimaforschung von zentraler Bedeutung.

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Die Forschungsstation des Finnischen Meteorologischen Instituts im Pallas-Nationalpark in der Arktis
Fotos: Dr. Ottmar Möhler

Im September konnte Dr. Möhler gemeinsam mit Palas®-Geschäftsführer Dr.-Ing. Maximilian Weiß und Gerd Schaufelberger, dem Geschäftsführer der Airclip GmbH, am Polarkreis an der Messkampagne im Rahmen des 7. Pallas Cloud Experiments teilnehmen. Schwerpunkt dieser Messkampagne im Norden Finnlands waren vertikale Sondierungen in Wolken mit unbemannten Fluggeräten und Bodenmessungen an der Forschungsstation, die das Finnische Meteorologische Institut (FMI), das Pendant zum Deutschen Wetterdienst (DWD), dort im Pallas-Yllästunturi-Nationalpark betreibt. Forscherteams aus Finnland, ­Zypern, Großbritannien und Deutschland führten mit Ballons, Starrflüglern und Flugdrohnen Messungen in den unterschiedlichen Wolkenschichten durch. Der HORUS-Multikopter von Airclip mit dem Fidas® Fly 100 Aerosolspektrometer von Palas® kam zum Einsatz, um Daten zu Größenverteilung und Anzahlkonzentration von Partikeln unter, in und über den Wolken zu sammeln. Parallel wurden Messdaten mit einem weiteren Fidas® Fly an der Forschungsstation gesammelt. Das Pallas Cloud Experiment, an dem sich die Firma Palas® aus eigener Initiative beteiligte, ist Teil des europäischen ­ACTRIS-2-Forschungsprojekts, bei dem von Forschungsstationen in ganz Europa Daten zu kurzlebigen reaktiven Spurengasen, Aerosolen und Wolken gesammelt und für die Forschung verfügbar gemacht werden.

2017-09_Finland_IMG_4153_Möhler_Weiss.jpg Dr.-Ing. Maximilian Weiß und Dr. Ottmar Möhler unterwegs an der Forschungsstation in Finnland
Foto: Dr. Ottmar Möhler

„Im Herbst und Winter bilden sich dort Arc­tic Layer Clouds, das sind arktische Schichtwolken, die aus flüssigen Tröpfchen bestehen und sehr tief liegen“, beschreibt Dr. Möhler die besonderen Bedingungen an der Forschungsstation in Finnland. „Wenn die Sonne nicht mehr so stark einstrahlt, nimmt der konvektive Antrieb von unten ab, dadurch ist die so genannte planetare Grenzschicht weniger hoch.“ In Mitteleuropa befindet sich diese Grenzschicht in etwa zwei Kilometern Höhe, im Norden Finnlands liegt sie unter einem Kilometer und bietet deshalb besonders gute Bedingungen für die Messungen. „Auch die Wolkenuntergrenze liegt unter Umständen tiefer“, so Dr. Möhler, „so dass die Station, die gar nicht so hoch liegt, sich sehr häufig in den Wolken befindet.“


Eisbildende Partikel im Fokus

Den Wolkenforscher interessieren besonders die eisnukleierenden Partikel, die zur Eisbildung in diesen Wolken beitragen. Diese bilden eine sehr kleine Untermenge der Aerosole, die insgesamt mit dem Fidas® gemessen werden und sind besonders relevant für die Entwicklung von Niederschlägen. „Der Charme der Messungen mit dem Aerosolspektrometer Fidas® Fly 100 am HORUS-Oktokopter besteht darin, dass man in der Wolke an der gleichen Stelle immer rauf und runter fliegen kann“, sagt Dr. Möhler. Dies sei für die Forscher eine sehr interessante Ergänzung und Erweiterung der sonst üblichen Möglichkeiten.

Für die Messungen wurden in der Arktis an der Messstation Partikel auch auf Filtern gesammelt. Aus diesen werden im Labor mit einer neuen Methode, die Dr. ­Möhler und seine Gruppe am KIT entwickelt haben, aus den Gesamtaerosol-Partikeln, die gesammelt wurden, die wenigen eisbildenden Partikel als Funktion der Temperatur herausgefiltert. Anschließend werden diese Daten mit den Gesamtaerosolmengen, die mit dem Fidas® Fly gemessen wurden, verglichen, um so herauszufinden, wie groß der Anteil der eisbildenden Aerosole ist, der zur Schnee- und Niederschlagsbildung beiträgt. „Die Frage ist, wie verändert sich das Aerosol in die Wolke hinein, gibt es unterschiedliche Größenverteilungen oder Mengen an Aerosolen unter der Wolke, in der Wolke oder oberhalb der Wolke“. Dr. Möhler vermutet, dass besonders die größeren Partikel zur Eisbildung beitragen. In Karlsruhe arbeiten am KIT-Institut derzeit zwei Studentinnen daran, die gesammelten Filterproben auszuwerten. Dr. Möhler selbst wertet die Fidas®-Daten aus und wird diese anschließend zusammenführen. Weil das „sehr neue Daten und Informationen“ sind, sollen die Ergebnisse publiziert werden.

2017-09_Finland_IMG_4137_Gerd.jpg Drohnenpilot Gerd Schaufelberger mit dem Fidas® Fly 100 am HORUS-Multikopter von Airclip
Foto: Dr. Ottmar Möhler

Beeindruckt war der Wolkenforscher von der Kombination des Fidas® Aerosolspektrometers mit dem HORUS-Multikopter von Airclip. „Das sah schon sehr professionell aus und ist, glaube ich, genau die richtige Entwicklung, dass sich die Entwickler von den Flugsystemen und den Messgeräten zusammentun und die Dinge integrativ entwickeln“. Alle Beteiligten, so Dr. Möhler, profitierten auch von dem internationalen Austausch bei den Messungen in Finnland. „Da gibt es überhaupt keine Geheimnisse voreinander, das ist wirklich eine offene Zusammenarbeit und wir sind alle daran interessiert, diese Dinge für die Wissenschaft zu entwickeln, weil man erkennt, dass man da Neuland beschreiten kann“.

Atmosphärische Aerosolforschung am KIT

Die Abteilung für Atmosphärische Aerosolforschung des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung (IMK-AAF) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird von Professor Dr. Thomas Leisner geleitet. Das Institut erforscht insbesondere die Rolle von Aerosolen im Klimasystem, dem Wasserkreislauf und der Umwelt. Es betreibt die international bekannte AIDA Aerosol- und Wolkensimulationskammer, mit deren Hilfe Auswirkungen von Aerosolen auf Klima, Wetter und Umwelt untersucht werden. Außerdem betreibt das Institut Labors für Aerosol- und Wolkenforschung, beteiligt sich an Feld-Kampagnen und führt numerische Modellierung atmosphärischer Aerosolprozesse durch.

Weitere Informationen: www.imk-aaf.kit.edu
M.A. Linda Münnig
13. Dez. 2017 (09:25) 
Bestimmung des Abscheidegrades in einem Größenbereich von ca. 20 nm bis 20 μm
MFP_3000_HF_freigestellt_KL ohne Rand.png Filtermedienprüfstand MFP 3000 HF

Der MFP 3000 HF wurde in Hinblick auf die höchsten Anforderungen zur Filtermedienprüfung bei Palas® entwickelt. In diesem Prüfstand konnte erstmals die Bestimmung des Abscheidegrades in einem weiten Größenbereich von ca. 20 nm bis 20 µm realisiert werden.

In enger Zusammenarbeit mit dem größten badischen Filterhersteller hat Palas® hier ein neues intelligentes Prüfkonzept für Filtermedien entwickelt, das sowohl in Hinblick auf die Messtechnik, die Klimatisierung als auch auf die Arbeitssicherheit nach Maschinenrichtlinie die höchsten Anforderungen erfüllt.

Die Kombination aus dem Aerosolspektrometer Promo® 3000 (Messbereich 200 nm bis 40 µm) und dem Palas® U-SMPS System (Messbereich 5 nm bis 1200 nm) im MFP 3000 HF, ermöglicht die eindeutige Bestimmung der Abscheideeffizienz von Filtermedien über den gesamten beim Filter interessanten Größenbereich.

Die Abhängigkeit der Filtereffizienz von den Umgebungsbedingungen, rel. Luftfeuchte und Temperatur, wird mit dem MFP 3000 ebenso einfach untersucht. Der weite Bereich der Temperaturregelung von -10 bis 50 °C und die Regelung der relativen Luftfeuchte von 10 bis > 80 % können für Anströmgeschwindigkeiten von 4 cm/s bis 2 m/s mit höchster Konstanz realisiert werden. Durch individuell geregelte Heiz- und Kühlzonen ist es möglich, Effekte wie Partikelkondensation oder Vereisung zu simulieren.

Die große Auswahl verschiedener Testaerosole wie DEHS, NaCl und KCl sowie Staub (ISO A2 fine und ISO A4 Coarse) runden die Möglichkeiten zur Filtermedienprüfung nach den verschiedensten Normen und unter den unterschiedlichsten Betriebsbedingungen ab.
M.A. Linda Münnig
13. Dez. 2017 (09:10) 
Die Entwicklung eines neuen KCl-Aerosolgenerators, der den Anforderungen nach ISO 16890 genügt, ist abgeschlossen.


Dieser Generator (LSPG 16890), eine weitere Innovation aus dem Hause Palas®, kann Salzpartikel in der Größe bis 10 µm mit höchster Konstanz generieren. Und dies bei den kleinen Aerosolkonzentrationen, die bei der Filtermedienprüfung mit kleinen Luftvolumenströmen gefordert sind.

Die geforderten besonderen Anforderungen für Salzaerosole (KCl) nach der neuen ISO 16890 konnten in der Vergangenheit nur an großen Komplettfilterprüfständen mit Luftvolumenströmen zwischen 800 und 5000 m³/h realisiert werden. Mit dem neuen KCl-Aerosolgenerator schließt Palas® die lange nachgefragte Lücke für die Anwendung in der Filtermedienprüfung für kleine Volumenströme bis 72 m³/h.

Der Der LSPG 16890 zeichnet sich neben einer hohen Dosierkonstanz durch einfache Bedienung und einfache Reinigung bei der Verwendung von KCl-Lösungen aus.
M.A. Linda Münnig
13. Dez. 2017 (09:00) 
Verdünnungssysteme, mit denen vor allem hoch konzentrierte Feststoff-Aerosole für Partikelmessgeräte bezüglich der Partikelkonzentration messbar gemacht werden, werden in der Praxis bereits seit rund 40 Jahren erfolgreich eingesetzt.


Bei allen herkömmlichen Verdünnungssystemen besteht aber das Problem, dass sie Tröpfchenaerosole nicht wie gewünscht verdünnen können. Die Ursache ist, dass die herkömmlichen Verdünnungssysteme hier als Abscheider für Tröpfchen größer als 3 µm wirken.

Palas® hat deshalb neben den bewährten Modellen DC 10000, KHG 10, PMPD 100 und dem VKL System mit dem LDD (­Large Droplet Diluter) ein weiteres Verdünnungssystem entwickelt, das dieses Problem löst.

Technische Grundlage dieses Geräts ist ein altbekanntes Prinzip, das jetzt erstmals für das Verdünnen von hochkonzentrierten Tröpfchenaerosolen optimiert wurde. Mit diesem System ist es möglich, Tröpfchen bis zu einer Größe von 8 µm mit dem Faktor 10 oder Faktor 100 zu verdünnen und für Messgeräte verfügbar zu machen.

Anwendungen dafür sind zum Beispiel der Test von Ölabscheidern in Druckluftkompressoren oder Ölabscheidern, die im Motorenbau in Kurbelwellengehäusen eingesetzt werden. Das Partikelspektrum der Ölnebel reicht hier bis zu einer Größe von 8 μm. Da sie in sehr hohen Konzentrationen vorkommen, müssen sie zuverlässig verdünnt werden, um ihre Partikel überhaupt messbar zu machen.