VKL 10

Verdünnungssystem mit Verdünnungsfaktor 1:10

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VKL 10

VKL 10

Verdünnungssystem mit Verdünnungsfaktor 1:10

Varianten

Beschreibung

Mit den Palas® Verdünnungssystemen der Serie VKL 10 kann die Konzentration von Aerosolen, auch von sehr hoch konzentrierten Aerosolen, definiert und zuverlässig um den Verdünnungsfaktor 1:10 herabgesetzt werden.

Die Palas® Verdünnungssysteme VKL 10 werden im vertikalen Betrieb für den Partikelgrößenbereich bis 20 µm für trockene Pulver und Stäube erfolgreich eingesetzt. Mittels Kaskadierung von mehreren VKL Systemen können Verdünnungsfaktoren bis zu 1:100.000 erreicht werden.

Funktionsprinzip

Skizze VKL dt.jpg

Die Ansaugdüse wird durch einen Ringspalt mit partikelfreier Luft mit dem Volumenstrom VR umströmt. Dadurch wird nach Bernoulli ein Volumenstrom VAn in der Ansaugdüse erzeugt.

Der Verdünnungsfaktor VF wird berechnet nach der Formel:

Verdünnungssysteme Formel.JPG

Repräsentative Verdünnung bezüglich der Partikelgrößenverteilung der Palas® Verdünnungssysteme bei Kaskadierung

Bereits im VDI-Bericht Nr. 1973, 2007 wurde messtechnisch nachgewiesen, dass mit den Palas® Verdünnungssystemen eine reproduzierbare Aerosolverdünnung bis zu VF 100.000 möglich ist.

Einfacher Funktionstest vor Ort

Mit diesem simplen Testaufbau können die kaskadierten Palas® Verdünnungssysteme von jedermann selbst überprüft werden:

Dazu wird als erstes eine Partikelmessung mit einer Verdünnungsstufe durchgeführt. Wichtig hierbei ist, dass die zu messende Aerosolkonzentration, z. B. Laborluft, das Konzidenzlimit (maximal detektierbare Aerosolkonzentration) von dem Partikelmessgerät nicht überschreitet. Im zweiten Schritt wird die zu testende Verdünnungsstufe in Reihe angeschlossen (Kaskadiert). Zur Überprüfung des Verdünnungsfaktors der Teststufe (Pos. 2) wird die Gesamtpartikelanzahl aus der Messung Pos. 1 durch die Gesamtpartikelanzahl aus der Pos. 2 dividiert.

Versuchsaufbau

Versuch1

Position 1: Laborluft

Versuch2

Position 2: Laborluft

Das VKL 100 dient der koinzidenzfreien Messung mit dem OPC; das VKL 10 wird getestet.

Messbeispiel

Messbeispiel

Berechnung des Verdünnungsfaktors

Formel

Sofern die erste Messung nicht mit einem Koinzidenzfehler behaftet war und das zu testende Verdünnungssystem funktioniert (nicht verschmutzt ist) wird ein Verdünnungsfaktor von nahezu 10 ermittelt. Sollte dieses nicht der Fall sein, war eventuell die Messung 1 in Koinzidenz. In diesem Falle ist die Aerosolkonzentration herab zu setzen oder eine weitere Verdünnungsstufe zu verwenden. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die zu testende Verdünnungsstufe verschmutzt ist. In diesem Fall ist das Gerät zu reinigen und der Test zu wiederholen.

Eigenschaften Verdünnungssysteme.JPG

Tabelle 1: Technische Eigenschaften der Palas®Verdünnungssysteme

Vorteile

  • Die Verdünnungssysteme von Palas® sind eindeutig charakterisiert. Dies wird durch ein Kalibrierzertifikat für jedes einzelne Gerät nachgewiesen.
  • Die Verdünnungsstufen liefern eine zeitlich konstante, repräsentative Verdünnung mit dem Faktor 10 bzw. 100.
  • Die Verdünnungssysteme können mit den Faktoren 100, 1.000, 10.000 und 100.000 kaskadiert werden
  • Geringer Druckluftverbrauch (z. B. nur 128 l/min bei einem Verdünnungsfaktor von 10.000 mit vier VKL 10 Systemen)
  • Die Verdünnungsstufen sind mit allen gängigen Partikelzählern kombinierbar.
  • Mit einem simplen Testaufbau können diese kaskadierten Verdünnungssysteme vom Anwender selbst überprüft werden.
  • Isobare Verdünnung bis 10 bar Überdruck / isotherme Verdünnung bis 120°C bei Verdünnungssystemen VKL 10 E, VKL 10 ED, KHG 10 und KHG 10 D
  • Einfacher Funktionstest vor Ort

Technische Daten

Abmessungen 100 • 245 • 100 mm
Gewicht ca. 4 kg
Verdünnungsfaktor 1 : 10
Isokinetische Absaugdüsen 0,028 – 0,06 l/min, 0,23 – 0,5 l/min, 0,6 – 1,6 l/min, 2 – 5 l/min, 28 l/min => 15 – 37 l/min
Maximale Partikelgröße < 20 µm (für Stäube)
Besonderheiten Kaskadierbar
Volumenstrom (Reinluft) 18 – 45 l/min
Volumenstrom (Ansaugvolumenstrom) 2 – 5 l/min
Druckluftversorgung 4 – 8 bar

Anwendungen

  • Aerosolmesstechnik: Dieselabgase, Schleifstäube, Kühlschmiermittelaerosole, Schweißrauch, Öltröpfchen, Prüfaerosole von Filtern und Trägheitsabscheidern
  • Abscheidegradbestimmung mit zählenden Messverfahren, z. B. bei Staubfiltern oder HEPA / ULPA Filtern
  • Lecktest und Abnahmemessungen von reinen Räumen, Isolatoren und Sicherheitswerkbänken
  • Inhalationstoxikologie
  • Qualitätskontrolle von Atemschutzmasken und Filterkassetten

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